Bei der Zahl der Lehrereinstellungen Zunahme von schulpflichtigen Flüchtlingen berücksichtigen

Bei der Zahl der Lehrereinstellungen müsse man auch die steigende Zahl der schulpflichtigen Flüchtlings- und Asylbewerberkinder berücksichtigen. Dies fordert FREIE WÄHLER MdL Alexander Muthmann. „Wir haben derzeit aufgrund einer – entgegen den Prognosezahlen – wachsenden Schülerzahl einen Überhang an Schülern und einen Mangel an Lehrkräften im bayerischen Schulsystem“, so Muthmann. „Gleichzeitig stehen viele qualifizierte Junglehrer auf der Straße.“ Diese Diskrepanz müsse schnellstens beseitigt werden. Vor allem die steigende Zahl der schulpflichtigen Flüchtlings- und Asylbewerberkinder stelle die Schulen im Freistaat zusätzlich vor große Herausforderungen. Allein im Regierungsbezirk Niederbayern gab es zum Stichtag 31. Mai 2015 1120 schulpflichtige Asylbewerber – im Vergleich dazu: im September des Vorjahres waren es nur 505. „Die Zahl hat sich mehr als verdoppelt. Dies stellt eine erhebliche Belastung für die Schulfamilie, insbesondere für die Lehrer, dar“, erklärt Muthmann.

Muthmann schlägt daher vor, zusätzliche Einstellungsmöglichkeiten für Junglehrer zu schaffen, um dem Notstand vorzubeugen: „Die FREIEN WÄHLER gehen dabei weiterhin von bayernweit 1000 zusätzlichen Stellen-Potenzialen im Schulsystem aus. Junglehrkräfte an Gymnasien und Realschulen brauchen eine Perspektive.“ Mittels sogenannter „Superverträge“ sollen laut Muthmann die besten Absolventen eines Jahrgangs dem bayerischen Schulsystem erhalten bleiben. „Zudem müssen arbeitslose Junglehrer mit einer Fächerverbindung Deutsch zumindest im Angestellten-Verhältnis für die Deutschförderung von Flüchtlingskindern in allen Schularten eingesetzt werden. Sie sollten ein Angebot vom Kultusministerium erhalten, um mittels einer Sondermaßnahme eine Perspektive im bayerischen Schulsystem zu bekommen.“
Foto: BLLV