FREIE WÄHLER luden zum Parlamentarischen Abend mit Nahrungsmittelhersteller Prof. Dr. Claus Hipp


Muthmann: Beste Wirtschaftsethik ist die Orientierung am langfristigen Erfolg!

Kulinarisch Genüsse zauberten die Köchinnen und Köche der Berufsschule Landshut im 3. Lehrjahr.

München (do). Die FREIEN WÄHLER haben am vergangenen Freitag zum Parlamentarischen Abend „Nachhaltiges und verantwortungsvolles Wirtschaften" mit dem Nahrungsmittelhersteller Prof. Dr. Claus Hipp eingeladen. Mehr als 80 Gäste, darunter die Abgeordneten Hubert Aiwanger, Vorsitzender der FREIEN WÄHLER, Prof. (Univ. Lima) Dr. Peter Bauer, Bernhard Pohl sowie Alexander Muthmann, stv. Fraktionsvorsitzender und Sprecher für Wirtschaft und Regionalpolitik der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion, waren anwesend. Muthmann, der den Abend moderierte, sagte zum Auftakt über seinen Gast Claus Hipp, dieser stehe für Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit, „weil Hipp nicht nur theoretisch, sondern unternehmerisch-authentisch handelt. Die Firma Hipp ist nicht ohne Grund von einem Wirt­schafts­fachmagazin als nachhaltigstes Unternehmen Deutschlands ausgezeichnet worden. Dieses vorbildliche Handeln macht Claus Hipp zu einem glaubwürdigen Gesprächspartner, wenn es um Lös ungen gegen die grassierende Finanzkrise, um eine langfristige Sicherung von Ertragskraft sowie ein überzeugendes Engagement für das Gemeinwohl geht." Diesen Gedanken nahm auch der Vorsitzende der FREIEN WÄHLER, Hubert Aiwanger, auf. Deutschland fehle es inzwischen an einer „Mentalität des nachhaltigen Wirtschaftens. Wir FREIE WÄHLER kommen aus der Kommunalpolitik, in der dezentrales Planen, regionales Handeln und langfristiges Vorausdenken wichtig sind. Wir wollen Konzepte dafür entwickeln, dass bei immer knapperen Ressourcen und zunehmender Weltbevölkerung trotzdem ein menschenwürdiges Leben gesichert werden kann. Ein Ansatz hierzu sind beispielsweise regionale Wirtschaftskreisläufe, welche den Transportaufwand reduzieren. Wir können die Zukunft nur krisenfest gestalten, wenn wir nicht länger ausschließlich auf schnelle Rendite setzen."

Gastredner Claus Hipp griff in seinem Vortrag „Ethik im Wirtschaftsleben" zunächst auf eine kaufmännische Regel aus dem römischen Recht zurück: „Nicht alles, was erlaubt ist, ist ehrbar. Der Begriff des ehrbaren Kaufmanns sollte jedoch gerade in der heutigen Zeit eine Renaissance erfahren, denn nur so werden die Egoismen einiger Weniger zurückgedrängt und das Gemeinwohl der Gesellschaft wieder gestärkt. Ich möchte unseren Kunden nichts versprechen, was ich nicht halten kann; deswegen müssen Werbeaussagen unbedingt eingehalten werden. Genau das ist bei vielen Produkten der internationalen Finanzwirtschaft leider schon lange nicht mehr der Fall. Ein Beispiel sind unsere Lieferanten - rund 6.000 Biobauern. Die darf ich im Preis nicht beliebig drücken, denn wer in ökonomische Not kommt, wird an der Qualität sparen - das wäre Gift für unser Unternehmen." Hipp sprach sich gegen die Grüne Gentechnik aus und warnte vor wachsender Ene rgieknappheit. Nachhaltiges Wirtschaften werde daher auch durch konsequentes Energiesparen erreicht - das ohnehin unabdingbar sei, um die Folgen des Atomausstiegs dauerhaft meistern zu können. Auf die abschließende Frage Muthmanns nach seiner Einschätzung der Lösungskompetenz heutiger Politik antwortete Hipp: „Was die Abkopplung von der Realwirtschaft angeht, kann ich nur sagen: Wenn andere zündeln, kann die Politik den Brand löschen - aber dafür nicht in Generalhaftung genommen werden."