FRG und Regen teilen sich weiterhin Schulrat


Der Bildungsausschuss hat über die Petition von Regens Landrat Michael Adam beraten. Adam hat gefordert, die Teilung der Schulamtsleiter-Stelle aufzuheben und den Landkreisen Freyung-Grafenau und Regen jeweils wieder einen eigenen Schulamtsleiter zuzuordnen. Wie FREIE WÄHLER MdL Alexander Muthmann mitteilt, hatte Adam mit seiner Forderung keinen Erfolg. Die Schulratsstelle in Regen bleibt unbesetzt. Muthmann, der Adam in seinem Anliegen Rückendeckung gegeben hat, ist von dem Ergebnis der Beratungen mehr als enttäuscht. Der Schulrat Werner Grabl, der seit zwei Jahren zwischen Regen und Freyung pendelt, leide unter der Doppelaufgabe. „Von einer intensiven Schulentwicklungsarbeit könne keine Rede sein“, so Muthmann. "Dabei ist dies gerade im ländlichen Raum mit rückläufigen Schülerzahlen von höchster Bedeutung.“ Mit der Entscheidung, die Schulamtsleiter-Stelle weiterhin zu teilen, spare der Freistaat wieder einmal auf Kosten der Region.

Was Muthmann besonders ärgert ist die Tatsache, dass das Kultusministerium bei den Beratungen kein Konzept hat erkennen lassen, dass die Situation in Freyung-Grafenau und Regen auf einer Leitlinie basiert, die für alle Regionen gilt. „Das Ministerium hat ja nicht einmal Werner Grabl nach der derzeitigen Situation befragt hat. Die Erfahrungen, die er in den vergangenen zwei Jahren gemacht hat, haben nicht interessiert. Auch nicht, wie er als Hauptbetroffener die Situation bewertet." Die regionalen Besonderheiten hätten bei dem Entschluss scheinbar keine Rolle gespielt. Dass nun an einem Standort der ständige Vertreter sitzt, hält Muthmann für keine Verbesserung. "Wenn es um die Zusammenlegung von Klassen geht oder sogar um Schulschließungen, will man ja mit dem Chef reden. Bei der derzeitigen Situation sind die Leute einfach zu viel auf der Straße."