Gewerbegebiete an allen Hauptverkehrsachsen ermöglichen


Die von Staatsminister Söder angekündigte Lockerung des sogenannten Anbindegebotes bei der Fortschreibung des Landesentwicklungsprogramms (LEP) geht MdL Alexander Muthmann nicht weit genug. „Nach den derzeitigen Planungen nutzt dies den strukturschwachen Landkreisen nur wenig.“ Das Anbindegebot schreibt vor, dass neue Bauprojekte ausschließlich neben bereits vorhandenen Bebauungen und nicht mehr auf der „grünen Wiese“ realisiert werden dürfen. „Um die Ansiedlung von Gewerbegebieten gerade in ländlichen Teilräumen zu fördern und dort neue Arbeitsplätze zu schaffen, werden laut Söder Ausnahmen eingeführt“, erklärt Muthmann. Demnach dürfen künftig Gewerbe- und Industriegebiete auch an Ausfahrten von Autobahnen, vierstreifigen Straßen sowie an Gleisanschlüssen gebaut werden. Für Muthmann ist diese Regelung nicht ausreichend. „Es gibt Teilräume in Bayern, die zwar keine Autobahn oder vierstreifige Straße haben, aber an deren Hauptverkehrsachsen die Entwicklung von Gewerbegebieten ebenso interessant und sinnvoll wäre.“ Ein Beispiel sei die Entwicklung des Gewerbegebietes in Hutthurm an der B12. „Es ist nach den Kriterien des LEPs nicht angebunden, aber ausgesprochen gut gelungen und hat zu einem nachhaltigen Impuls für die wirtschaftliche Entwicklung in der Region geführt.“ Daher müsse laut Muthmann die Lockerung des Anbindegebotes auf alle Hauptverkehrsachsen erweitert werden, damit der ländliche Raum auch tatsächlich von der Regelung profitiere.