Haidmühle braucht zukunftsfähige Infrastruktur


Der einzigen Frau auf einem Bürgermeistersessel im Landkreis Freyung-Grafenau hat MdL Alexander Muthmann einen Besuch abgestattet. Und zwar Margot Fenzl in Haidmühle. Hauptthema bei dem Treffen im Rathaus war die dauerhafte Sicherung einer guten Infrastruktur und zwar bei unzureichender finanzieller Leistungsfähigkeit. „Im Ortskern von Haidmühle gibt es bereits schnelles Internet. Damit wir zukunftsfähig bleiben, ist der Ausbau aber auch in den Randbereichen sowie in Bischofsreut und Frauenberg notwendig“, sagte Margot Fenzl. Erfreulich sei, dass die Gemeinde im Rahmen des Breitbandförderprogramms der Staatsregierung 90 Prozent Zuschuss erhalten werde. Muthmann riet der Bürgermeisterin, auch in diesem Jahr wieder einen Antrag auf Stabilisierungshilfe zu stellen. „Finanziell besonders belastete Kommunen werden hierbei vom Freistaat unterstützt. Haidmühle ist sicherlich eine Gemeinde, die eine entsprechende Hilfe verdient.“ Der Landtagsabgeordnete erklärte, dass er sich gerne dafür einsetzen werde.
Eine weitere „Baustelle“ sei der Tourismus. Die Touristinfo soll laut Margot Fenzl ins Rathaus integriert werden, in diesem Zusammenhang werde auch ein barrierefreier Zugang gebaut. „Im touristischen Bereich sind von allen Beteiligten große Anstrengungen dringend notwendig“, sagte die Bürgermeisterin. Diejenigen Vermieter, die in den vergangenen Jahren ihre Ferienwohnungen modernisiert hätten, könnten vergleichsweise gute Belegungszahlen vorweisen. „Es gibt aber auch Vermieter, die noch immer die Möblierung aus den 70er oder 80er Jahren anbieten.“ Da sei es schwer, auf dem Markt noch bestehen zu können. Muthmann stimmte dem zu. „Vermieter müssen sich mit ihrem Angebot nach den Erwartungen der Urlaubsgäste im Jahr 2014 richten. Nur so kann der Bayerische Wald als Tourismusstandort weiter erfolgreich sein.“
Thema war auch die Schülerzahl an der Grundschule in einer der zwei jahrgangsgemischten Klassen. Nachdem derzeit auch Asylbewerber in der Gemeinde leben, besuchen 28 Kinder eine Klasse. Laut Schulamt sei dies noch im Rahmen. Nur bei einem Migrationsanteil von 50 Prozent seien 25 Schüler die Obergrenze. In Haidmühle werde man diese hohe Schülerzahl mit einer Vielzahl an Differenzierungsstunden ausgleichen, bei denen mehr Lehrer zur Verfügung stehen.
Muthmann bedankte sich abschließend für das Gespräch und die vielen Eindrücke. „Die Probleme nehme ich gerne mit nach München in den Landtag.“