Jugendherberge Frauenberg bleibt mindestens bis 2017 geöffnet


Die Jugendherberge Frauenberg bleibt bis mindestens 2017 geöffnet. - Foto: Steiml/PNP

Es war ein Hoffen und Bangen – aber nun ist es klar: Die Jugendherberge Frauenberg bleibt mindestens bis 2017 erhalten. „Das ist eine sehr gute Nachricht“, sagt MdL Alexander Muthmann, der sich in mehreren Schreiben an das Jugendherbergswerk gewandt hat. „Die Kommunen im Grenzland müssen hart um jeden einzelnen Urlaubsgast kämpfen. Da ist es ein gutes Zeichen, wenn der DJH weiter auf die Frauenberger Jugendherberge setzt.“
Haidmühles Gemeindeoberhaupt Fritz Gibis hat mit großem Interesse auf Ergebnisse jener Sitzung gewartet, in der das deutsche Jugendherbergswerk, Landesverband Bayern, auch die Jugendherberge Frauenberg und ihr weiteres Schicksal auf der Tagesordnung hatte. Hellhörig war man geworden, weil heuer im September die Berichte über das beschlossene Ende der Jugendherberge Mauth zum Jahresausklang 2014 auch bange Fragen aufgeworfen hatten, ob denn nicht auch die nicht allzu weit davon entfernte Herberge in Frauenberg gefährdet sein könnte. Der Verband betreibt ja im Landkreis Freyung-Grafenau neben der Herberge in Mauth (ihr Aus kam aufgrund der schlechten Übernachtungszahlen und dringender Sanierungen in Millionenhöhe) auch in Haidmühle-Frauenberg, Saldenburg und Neuschönau-Waldhäuser solche Einrichtungen. Und man wusste, dass bei besagter Sitzung die Weiterführung, anstehende Investitionen etc. auf dem Tapet standen.
So lange wollte Bürgermeister Fritz Gibis nicht warten. Und er hat sich schon Wochen zuvor mit einer eindringlichen Bitte um den Fortbestand an den Verband gewandt. Schon auf dieses Schreiben – und auf das von MdL Alexander Muthmann – hatte der Verband geantwortet, dass es Ziel sei, den Standort Frauenberg zu erhalten und durch notwendige Investitionen eine Substanzverbesserung zu erzielen, dass diese aber „in einem vertretbaren Rahmen geschehen und die Perspektive einer deutlichen Verbesserung der Ertragssituation gegeben sein müsse“.
Nun teilte in einem Telefonat kurz nach eben jener Präsidiumssitzung Vorstandsmitglied Winfried Nesensohn mit, „dass der Fortbestand der JHB Frauenberg mindestens bis 2017 gesichert ist“. Es sollen auch mehrere Investitionen durchgeführt werden, so beispielsweise im Außenbereich, aber auch am Gebäude selbst. Außerdem werde nach einer neuen Leitung der Herberge gesucht. Die langjährige Leiterin Anja Kienitz war im Herbst letzten Jahres nach Oberbayern an eine größere Einrichtung gewechselt und seither ist die Zeit durch interne Lösungen überbrückt worden.
Wenn all diese Maßnahmen durchgeführt sind, soll laut Nesensohn Ende 2016 nochmals beraten werden, ob diese Maßnahmen auch gegriffen haben.
Gerne angenommen habe Nesensohn den von ihm, Fritz Gibis, gemachten Vorschlag, auch mal vor Ort gemeinsam in einem Gespräch weitere Verbesserungsmöglichkeiten und Wege zu einer noch engeren Zusammenarbeit zu suchen.
Fritz Gibis freute sich gegenüber der Passauer Neuen Presse über diese positive Nachricht. Er selbst hatte dem Verband gegenüber den Wert der Herberge mit ihren 157 Betten für die Tourismusgemeinde dargestellt, wo allein im vergangenen Jahr von den insgesamt 85 000 Übernachtungen 12 000 von der Herberge gekommen seien. Die 1976 erbaute Einrichtung bedeute seit Jahrzehnten gute Übernachtungszahlen, sichere Arbeitsplätze für Leute aus der Gemeinde und auch eine Größe für Zulieferer wie Bäcker, Metzger, Skischulen etc. Die Kommune selbst arbeite eng mit der Leitung zusammen, übernehme Jahr für Jahr im Winter kostenlos die Präparierung der Rodelwiese und des Langlaufplatzes der Herberge.
- Reinhold Steiml/PNP vom 7.11.2013; Ergänzung: Annette Nigl