MdL Alexander Muthmann auf Besuch in der Gemeinde Böbrach


Bürgermeister Blüml bittet um Sicherung der Böbrachmühle

Freyung (am) Bei einem Besuch von MdL Alexander Muthmann in der Gemeinde Böbrach stand die Rettung der Böbrachmühle im Mittelpunkt des Gesprächs.

Am kommenden Donnerstag wird im Wirtschaftsausschuss über die Petition beraten, durch die an der Böbrachmühle künftig Strom durch Wasserkraft erzeugt werden soll. Bürgermeister Blüml wies auf die Bedeutung der Böbrachmühle für die Ortsgeschichte hin, seit 850 Jahren gebe es die Böbrachmühle und immer sei dort die Wasserkraft genutzt worden. Der jetzige Eigentümer kann dieses Denkmal allerdings dauerhaft nur erhalten, wenn die Wasserkraft zur Stromerzeugung genutzt werden dürfe. Dazu soll ein ca. 200 m langer Ausleitungskanal realisiert werden, was bislang durch die zuständigen Behörden, Landratsamt, Naturschutz und Wasserwirtschaftsamt untersagt wurde. Alexander Muthmann wies in diesem Zusammenhang auch auf die aktuelle Diskussion zur Energiewende hin, was bei der Zulassung von Strom aus Wasserkraft ebenfalls ein Umdenken erforderlich mache. Hinzu kommt, dass schon seit Jahrhunderten ein Stauwehr vorhanden ist, das bislang auch noch ohne Fischtreppe auskommt und damit eine natürlich Barriere im Flusslauf darstellt. Muthmann versprach, sich bei der Behandlung der Petition im Wirtschaftsausschuss für eine Lösung zugunsten der Böbrauchmühle einzusetzen. Auch die Sicherung des Denkmals sei ein weiteres Argument für die Nutzung der Wasserkraft.

Daneben stellte Bürgermeister Blüml dem Abgeordneten die allgemeine Situation der Gemeinde vor und verwies auf eine gute Infrastruktur und die gute Wohnqualität, die die Gemeinde Böbrach bietet. Weiteres Schwerpunktthema war die touristische Entwicklung in der Gemeinde. Dabei waren sich die beiden Gesprächspartner einig, dass eine erfolgreiche Tourismusarbeit in der Gemeinde und der ganzen Region nur möglich ist, wenn möglichst alle Beteiligten gemeinschaftliche Anstrengungen unternehmen. Die Gemeinde Böbrach habe sowohl im Sommer mit einem hervorragenden Wanderwegenetz wie auch im Winter mit tollen Loipenangeboten gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Weiterentwicklung im touristischen Bereich. Allerdings seien die derzeit gemeldet 25 Tsd. Übernachtungen pro Jahr deutlich zu wenig und dringend steigerungsbedürftig.

Bürgermeister Blüml verwies auch auf die wirtschaftliche Situation der Gemeinde, der Schuldenabbau schreite planvoll voran, sodass am Ende des Jahres die Gemeinde noch einen Schuldenstand von 1250,-- € pro Einwohner haben werde. Im Jahr 2008 waren es noch 1446,-- €. Abschließend stellte Blüml auch noch die Situation des Asylbewerberwohnheimes dar, das immer wieder zu Unrecht in die Kritik gerate. Die Wohnbedingungen dort seien gut, das Zusammenleben zwischen den Asylbewerbern und der Bevölkerung in Böbrach funktioniere ebenfalls.