MdL Muthmann trifft Bundespräsidenten Gauck


Beim Besuch des Bundespräsidenten im Landtag: MdL Alexander Muthmann mit Joachim Gauck. - Foto: Bildarchiv Bayer. Landtag, Fotograf Rolf Poss

Im Rahmen seines offiziellen Antrittsbesuches in Bayern ist Bundespräsident Joachim Gauck am Dienstag auch mit den Fraktionsvorsitzenden des Bayerischen Landtags zusammen gekommen. Auch MdL Alexander Muthmann hatte Gelegenheit, Joachim Gauck kennen zu lernen.
Hubert Aiwanger, Vorsitzender der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion, fragte dabei den Bundespräsidenten, wie er zur Einführung eines „Tages der Heimat“ stehe. „Dieser Gedenktag soll sowohl den Opfern von Flucht und Vertreibung in Vergangenheit und Gegenwart gewidmet sein; er soll aber auch für regionale Identität, Bewahrung der natürlichen Lebensgrundlagen und des Brauchtums stehen.“ Die Einführung eines „Tages der Heimat“ wird derzeit von der Bundesregierung geprüft.
Gauck entgegnete, seine eigene Meinungsbildung hierzu sei noch nicht abgeschlossen. Man müsse jedoch sehen, dass die Vertriebenen ausgesprochen viel für die Sühne der deutschen Schuld bezahlt hätten. Dies müsse Teil der kollektiven Erinnerung bleiben – allerdings frei von revisionistischem Gedankengut und Verbitterung.
Die Freien Wähler hatten sich mehrfach für die Einrichtung des „Tages der Heimat“ ausgesprochen und dazu auch kürzlich einen Dringlichkeitsantrag im Bayerischen Landtag eingereicht. Immerhin liege den Planungen ein Bundestagsbeschluss vom Februar 2011 zugrunde, so Dr. Hans Jürgen Fahn, Fraktionssprecher der FREIEN WÄHLER für Flüchtlingsfragen und Vertriebene. 43 Millionen Menschen würden sich derzeit auf der Flucht befinden oder in einer „flüchtlingsähnlichen“ Situation leben. „Auch ihnen wäre dieser Gedenktag gewidmet. Wir schulden diesen Tag allen, die im Zuge von Flucht und Vertreibung unglaubliches Leid erdulden mussten und ihre Heimat verloren haben.“