Kinder sind unsere Zukunft!


500 Unterschriften für mehr Kinderbetreuung an Landtagspräsidentin Stamm übergeben.

v.l. MdL Alexander Muthmann, Landtagspräsidentin Barbara Stamm und MdL Margit Wild. Copyright: Bildarchiv Bayer. Landtag, Fotograf Rolf Poss

Am Donnerstag übergaben die Landtagsabgeordneten Margit Wild (SPD), Alexander Muthmann (FW) und Eike Hallitzky (Grüne) die Unterschriften der Unterstützer der Petition „Kinder sind unsere Zukunft" an Landtagspräsidentin Stamm.

Mit der Übergabe der Unterschriftenliste zeigen die drei Abgeordneten dass sie voll und ganz hinter den Forderungen der Petition an die schwarz-gelbe Landesregierung stehen.

„Wir unterstützen die Petition und hoffen, dass die Abgeordneten der CSU und der FDP endlich einsehen dass die Kinderbetreuung ein Zukunftsthema ist, welches entschiedenes und mutiges Handeln erfordert" so die drei Landtagsabgeordneten.

Investitionen in Betreuungsangebote für Kinder und Familien sind Investitionen in die Zukunft unserer Gesellschaft. Doch der Freistaat hinkt bei der Kinderbetreuung massiv hinterher. Ihrem Ärger machten deshalb über 500 Eltern, Erzieherinnen und Erzieher aus Stadt und Landkreis Regen in Form einer Unterschriftenaktion Luft. Insbesondere bei der personellen und finanziellen Ausstattung der Kindertagesstätten müsse die Staatsregierung dringend nachbessern, so der Initiator der Aktion Stephan Zimmermann.

Die Unterschriftenliste mit Forderungskatalog wurde vergangenen Freitag in Regen an die Vertreter der Oppositionsparteien im Bayerischen Landtag Wild, Muthmann und Hallitzky übergeben. Vertreter der CSU waren bei der Übergabe nicht dabei.

Die Hauptkritikpunkte sind: immer weniger Personal soll die wachsenden pädagogischen Anforderungen und die zunehmenden bürokratischen Verwaltungsaufgaben in den Kitas schultern. Im Verhältnis dazu ist Bezahlung zu schlecht - der Beruf der Erzieherin/des Erziehers nicht mehr attraktiv. Gleichzeitig mangelt es an ausreichend Kita-Plätzen. „Bayern hat den Ausbau der Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren komplett verschlafen", sind sich die Abgeordneten einig. Der Freistaat wird beim jetzigen Stand bis zum Jahr 2013 den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder unter drei Jahren nicht umsetzen können.

Eine klare Absage erteilten die Abgeordneten in diesem Zusammenhang auch dem Betreuungsgeld. Das Geld solle man lieber in die Ausstattung der Kindertagesstätten investieren. „Offensichtlich will sich die Bayerische Staatsregierung über das Betreuungsgeld aus dem Ausbau der Kinderkrippen herausmogeln", so die Oppositionspolitiker. Die Staatsregierung wolle sich ihrer Verantwortung entziehen, indem sie eine Prämie für die Nicht-Inanspruchnahme von staatlichen Leistungen bezahlt. Das sei absurd.