Digitalisierung ins Landleben bringen: MdL Muthmann zu Besuch am Technologie-Campus Grafenau

Wie läuft die Arbeit am Technologie-Campus Grafenau? Um einen Einblick zu erhalten, hat MdL Alexander Muthmann die Leiterin des Transferzentrums Prof. Diane Ahrens besucht. Für den Campus gibt es vom Freistaat Bayern für die ersten fünf Jahre vier Millionen Euro Förderung, die im Oktober 2018 ausläuft. Derzeit sind 16 Mitarbeiter in Grafenau beschäftigt, fast alle in Vollzeit. Neben diesen Zahlen gab Ahrens auch noch einen Überblick über die Tätigkeitsfelder. „Zum einen beschäftigen wir uns damit, wie in den Bereichen Logistik, Transport, Einkauf oder Versorgung die Prozesse optimiert werden können.“ Laut Ahrens würden die Aufträge hierfür zunehmend von Betrieben aus der Region kommen. Ein zweites Tätigkeitsfeld ist „Big Data“, also die Umwandlung großer Datenmengen aus vielfältigen Quellen in geschäftsrelevante Informationen mit wirtschaftlichem Nutzen. „Es ist immer eine Herausforderung, in diesem Bereich Experten zu bekommen, da diese in erster Linie von den großen Firmen angeworben werden, wie von Apple oder Google“, erklärte Ahrens, „Wir sind aber momentan hervorragend aufgestellt.“. Muthmann wollte wissen, aus welchen Bereichen der Technologiecampus Aufträge erhält. Der Anteil von Privatunternehmen am Gesamtauftragsvolumen liege bei zirka 20 Prozent, so Ahrens. Der Rest der Aufträge komme aus dem öffentlichen Bereich, vorwiegend aus EU-Förderprogrammen. Ein Projekt, das vom Technologie-Campus begleitet wird, ist „e-Dorf – das digitale Dorf“ in den Gemeinden Spiegelau und Frauenau. Bei dem Modellprojekt soll untersucht werden, welche Chancen Digitalisierung für das Leben und Arbeiten im ländlichen Raum bringen kann. „Eine Frage kann zum Beispiel sein, wie Telemedizin Hausärzte entlasten kann“, so Muthmann, der sich bei Prof. Ahrens für das informative Gespräch bedankte. Zum Abschluss gab es für den Abgeordneten noch eine Führung durch den Technologiecampus.