"Aufbruch Bayern“: Muthmann kritisiert Förderkulisse


Passau. Die bayerische Staatsregierung will den ländlichen Regionen helfen. Im Rahmen des Konzepts "Aufbruch Bayern Aktionsplan demografischer Wandel" sollen zusätzliche Fördermittel in wirtschaftlich schwache Landkreise fließen, die immer stärker mit der Abwanderung junger Menschen zu kämpfen haben. Am Mittwoch wird Ministerpräsident Horst Seehofer in seiner Regierungserklärung auf dieses Thema eingehen. Kritik übt Freie Wähler MdL Alexander Muthmann nun an der Auswahl der Landkreise. "Die Regierung will in Niederbayern lediglich Freyung-Grafenau und Regen, diese allerdings völlig zu Recht, unterstützen." Dabei hätten die nördlich der Donau gelegenen Teile der Landkreise Passau, Deggendorf und Straubing-Bogen mit ähnlichen Problemen zu kämpfen. "Diese Landkreisteile müssen unbedingt in die Förderkulisse mit einbezogen werden", sagt Muthmann, der sich nun mit einem Schreiben an Wirtschaftsminister Martin Zeil wendet und ihn auffordert, die Auswahl noch einmal zu überarbeiten. "Im Regierungsbezirk Oberpfalz sind beispielsweise die Landkreise Cham bis vor die Tore der Stadt Regensburg und auch Schwandorf zur Gänze in der Förderkulisse." Dies ergebe ein schiefes Bild. "Mir erscheint der gesamte Raum Niederbayerns nördlich der Donau in vergleichbarer Weise förderwürdig." Muthmann hat auch die drei betroffenen Landräte, Franz Meyer, Christian Bernreiter und Alfred Reisinger, informiert und bittet diese, sein Vorhaben zu unterstützen.