Für die Jugendherberge Frauenberg gibt es noch Hoffnung


Die Jugendherbergen in Mauth und Frauenberg sollen geschlossen werden – diese Nachricht hat vor wenigen Wochen in den betroffenen Gemeinden für Diskussionsstoff gesorgt. MdL Alexander Muthmann hat sich an das Deutsche Jugendherbergswerk gewandt und darum gebeten, diese Entscheidung zu überdenken. Die Jugendherbergen seien für den Tourismus im Bayerwald von großer Bedeutung. Nun hat Muthmann eine Antwort erhalten. „Die Jugendherberge Mauth muss zum 31. Dezember 2014 geschlossen werden“, heißt es in dem Schreiben von Gerhard Koller, Präsident des Jugendherbergswerks. „Aber für die Jugendherberge Frauenberg in der Gemeinde Haidmühle gibt es noch Hoffnung“, erklärt Muthmann. Die Entscheidung über eine Schließung falle erst im Oktober.
„Ist es finanziell vertretbar, wird das Präsidium des Jugendherbergswerks einen Erhalt der Einrichtung sowie eine Sanierung anstreben“, heißt es in dem Schreiben. Die Zahlen müssten erst noch auf den Prüfstand. Ein Schritt, den die Jugendherberge Mauth schon hinter sich hat. Die Zahlen sprechen laut Koller gegen den Standort, angesichts der Auslastung sowie des notwenigen Investitionsbedarfs könnten keine Erträge mehr erwirtschaftet werden. „Es ist schon seit Jahren nicht mehr gelungen, positive Deckungsbeiträge in Mauth zu erwirtschaften“, so Gerhard Koller weiter in dem Schreiben. Koller weist außerdem noch auf einen anderen Aspekt hin: Im Landkreis Freyung-Grafenau gibt es derzeit auf engstem Raum vier Jugendherbergen: Mauth, Frauenberg, Saldenburg und Neuschönau. Dies habe zu einer äußert geringen Auslastung aller vier Einrichtungen geführt. Gleichzeitig bestehe ein hoher Investitionsbedarf. Die Jugendherberge Saldenburg werde heuer für eine halbe Million Euro erneuert. Gerhard Koller sei daher der Meinung, dass eine Förderung des Tourismus im Bayerwald durch das Jugendherbergswerk auch mit weniger Standorten möglich sei.
Für Muthmann ist es nun wichtig, zu retten was noch zu retten ist. „Wir müssen versuchen, auf den Verband einzuwirken, damit zumindest die Jugendherberge Frauenberg erhalten bleibt.“ Um Mitstreiter für dieses Zeil zu gewinnen, hat er sich bereits an Landrat Ludwig Lankl und an Haidmühles Bürgermeister Fritz Gibis gewandt. „Es geht nicht, dass der DJH Landesverband zwei von vier Jugendherbergen im Landkreis Freyung-Grafenau zusperrt. Frauenberg muss erhalten bleiben. Mit so einer Entscheidung würde der DJH ein Zeichen setzten, dass ihm die ländlichen, strukturschwachen Regionen doch am Herzen liegen.“