Polizei im ländlichen Raum nicht „ausdünnen“


MdL Alexander Muthmann (v.l.) mit dem Leiter der Inspektion Zwiesel, Erster Hauptkommissar Wolfgang Stiglbauer, und Zwiesels Zweitem Bürgermeister Eberhard Kreuzer. - Foto: Arweck

Als „sehr gut“ bezeichnete der Leiter der Polizeiinspektion Zwiesel, Erster Polizeihauptkommissar Wolfgang Stiglbauer, die Zusammenarbeit mit tschechischen Beamten an der Grenze zum Nachbarland. Die Fahndungserfolge würden dies auch zeigen. Bei einem Besuch von MdL Alexander Muthmann in der Inspektion Zwiesel erläuterte Stiglbauer die Arbeit seiner Beamten und die der Schleierfahndung an der Grenze. Zwei seiner Beamten beherrschten die tschechische Sprache, was sich in der gemeinsamen Fahndung sehr positiv auswirken.
Von den Gesamtdelikten im Bereich der Zwieseler Inspektion würden elf Prozent auf Drogendelikte entfallen, so Stiglbauer. Die Droge Crystal Speed spiele hier eine immer größere Rolle. Die Aufklärungsquote insgesamt liege bei 73 Prozent.
Sowohl MdL Muthmann als auch EPHK Stiglbauer sprachen sich für eine Stärkung der Polizei in personeller und ausstattungstechnischer Hinsicht aus. Weniger einsetzbare Beamte und immer mehr Verwaltungsarbeit würden letztlich die Sicherheit gefährden. Was die polizeiliche Präsenz angehe, dürfe der ländliche Raum nicht „ausgedünnt“ werden. Einer möglichen Zusammenlegung von Polizeiinspektionen zu größeren Einheiten müsse rechtzeitig entgegengewirkt werden.