Reischlhof in Wegscheid hat keine Probleme bei der Nachwuchsgewinnung

Einen Mangel an Bewerbern für Ausbildungsplätze, mit denen derzeit viele Branchen zu kämpfen haben, gibt es im Reischlhof in Wegscheid nicht. Darüber berichtete Hermann Reischl, Junior-Chef des Vier-Sterne-Hotels, MdL Alexander Muthmann bei einem Besuch. Der Abgeordnete wollte sich auch mit Blick auf die Woche der Ausbildung über die Situation in dem Hotel informieren. Der Grund für die positive Entwicklung der Auszubildenden sei die Exklusive Premium-Ausbildung, die das Unternehmen anbietet. „Unsere Azubis verdienen im ersten Lehrjahr 800 Euro, im zweiten 900 Euro und im dritten 1000 Euro“, so Reischl. „Außerdem erhält jeder Zusatzausbildungen im Wert von 2500 Euro, die auch im Ausland absolviert werden können.“ Auszubildende, die im Hotel wohnen möchten, haben Kost und Logis frei. „Allen anderen, die selbst fahren, zahlen wir das Auto.“ Mit diesem Angebot sei der Reischlhof bei der Nachwuchs-Gewinnung sehr erfolgreich. „Im vergangenen Jahr haben wir von 40 Bewerbern acht Auszubildende eingestellt“, erklärte Reischl. Der Schulabschluss spiele in diesem Zusammenhang eine untergeordnete Rolle. „Es kommt uns vor allem auf die Motivation an“, so Reischl. „Nur wer ganz gezielt im Reischlhof arbeiten will, findet hier einen Platz.“ Hervorgehoben wurde bei dem Gespräch auch die Bedeutung der Wirtschafts- und Tourismusförderung. Bei den Millionen-Investitionen, die im Reischlhof in den vergangenen Jahren getätigt wurden, sei diese Unterstützung sinnvoll und notwendig, so Reischl. Muthmann sagte zu, dass er sich auch nach der jetzigen EU-Förderperiode im Jahr 2020 für den Erhalt der Förderungen einsetzen werde. Beim Thema Digitalbonus erkundigte sich Muthmann, inwiefern der Reischlhof auch diese Förderung in Anspruch nehme. Laut Reischl habe sich das Unternehmen um Zuschüsse beworben, um die Hotel-Software umzustellen. „Wir wollen gerade im Restaurantbereich schneller und personalisierter auf Kundenwünsche eingehen“, so Reischl. Auf Nachfrage von Muthmann, ob die Antragstellung problemlos funktioniert habe, erklärte Reischl, dass man diesen erst im zweiten Anlauf habe einreichen können. „Hier muss das Ministerium noch nachbessern“, erklärte Muthmann. „Das Programm ist wichtig, aber die Umsetzung ist praxisfern.“ Mit einem Rundgang durch das Hotel endete das Treffen.