Technik aus Hutthurm in Fernost


(v.l.): Marktrat Max Reidl, Bürgermeister Hermann Baumann, Marktrat Alfons Fisch, MdL Alexander Muthmann, Kämmerer Alfred Irlesberger, 2. Bürgermeisterin Edeltraud Stegbauer-Wagner und Marktrat Christian Grünberger.

Hutthurm. Beeindruckt zeigte sich MdL Alexander Muthmann nach seinem Informationsbesuch in der Marktgemeinde. Auf dem Besichtigungsprogramm: Ortskernsanierung, bauliche Entwicklung in den Gewerbegebieten und der Besuch bei der Elektrotechnik-Firma Rosenberger.
"Es gibt viele etablierte Firmen, aber auch Gründer, die sich bei uns zu einem guten Mix angesiedelt haben", berichtet Bürgermeister Hermann Baumann. Dazu sprach der Abgeordnete die Fördermöglichkeiten an, denn: "Wir wollen in ganz Bayern gleichwertige Lebensbedingungen haben", so Muthmann. Fördermöglichkeiten dürften nicht an Landkreisgrenzen festmachen. Die Talentierten dürften nicht wegziehen, weshalb bei der Wirtschaftsförderung und der Infrastruktur gemeinsam alle Anstrengungen unternommen werden müssten.
Der Bürgermeister bemerkte, dass auch die Fraktionen im Marktrat sehr gut zusammenarbeiten würden. Im Zusammenhang mit der Breitbandversorgung geißelte Baumann die immense Bürokratie. Die Bürger würden sich zudem über die Telekom beklagen, weil sie oft sehr lange auf Anschlüsse warten müssten.
Als dann die Baustelle der Marktsanierung besucht wurde, lobte der Bürgermeister das Städtebauförderprogramm, in das man dank des Zusammenschlusses in den "Ilzer Land"-Gemeinden gerade noch so "hineingerutscht sei". MdL Muthmann brach dabei eine Lanze für die Belebung der Ortskerne und lobte die Verantwortlichen für diese Initiative. "So ein Ort braucht schon eine funktionierende Ortsmitte", stellte Muthmann fest.
Beim Blick von der Dachsberganhöhe auf das Gewerbegebiet und einer kurzen Rundfahrt durch das Gelände wurden die Vielfalt und die Anzahl der Betriebe erst so richtig deutlich, weil in manchem Gebäudekomplex gleich mehrere Betriebe untergebracht sind. Den Abschluss bildete die Firma Elektrotechnik Rosenberger, die enorm exportorientiert ist, aber auch für große Firmen in der Region arbeitet. "Unter den 35 Beschäftigten befinden sich acht Lehrlinge", erläuterte Rudolf Rosenberger, weil man sich den Nachwuchs gerne selbst ausbilde. Die Firma baue unter anderem Steuereinrichtungen für große Lichtanlagen, aber auch für Achterbahnen, die in Fun-Parks auf der ganzen Welt stehen, so beispielsweise in Abu Dhabi, Singapur, Hongkong oder Japan. "In dem Bereich nimmt der Export 80 bis 90 Prozent ein", so Rosenberger. (Josef Heisl, PNP vom 23.11.2012).