Tourismus: Übernachtungen in Niederbayern steigen


„Wie sieht die touristische Entwicklung in Bayern aus?“ Dieses Thema beschäftigte die FREIEN WÄHLER gleich nach der Sommerpause. Und die Zahlen, die der wirtschaftspolitische Sprecher Alexander Muthmann vorlegte, waren positiv: „Die Gästeankünfte in Bayern haben sich in den ersten sieben Monaten dieses Jahres um 5,4 Prozent auf mehr als 17,5 Millionen und die Zahl der Übernachtungen um fünf Prozent auf gut 47,2 Millionen erhöht“, so Muthmann. Mit zirka 560 000 Beschäftigten sei der Tourismus einer der wichtigsten Wirtschaftsbranchen des Landes und verdiene besondere politische Aufmerksamkeit. In Niederbayern liege die Zahl der Übernachtungen von Januar bis Juli 2012 bei 6 683 999. Im Vorjahreszeitraum waren es nur 6 509 968. Auch im Landkreis Freyung-Grafenau sei die Zahl der Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. „Heuer waren es von Januar bis einschließlich Juli 835 621 Übernachtungen, 15 566 mehr als im Vorjahreszeitraum.“ Auch die Zahl der Gästeankünfte ist gestiegen. Im Jahr 2011 kamen von Januar bis Juli 159 399 Gäste in Beherbergungsbetrieben im Landkreis Freyung-Grafenau an, 2012 waren es bereits 164 109.

Damit diese Situation so bleibe, plädiert Alexander Muthmann für eine dauerhafte Tourismusförderung, gleichgültig ob aus europäischen oder bayerischen Mitteln, um den Unternehmen Anreize zu Qualitätsverbesserungen und Investitionsmaßnahmen zu bieten. „Derzeit herrschen gute Investitionsbedingungen: Es gibt staatliche Förderungen, einen reduzierten Mehrwertsteuersatz auf Übernachtungen und günstige Kredite“, sagte Muthmann. „Unternehmen müssen dies nutzen und aktiv werden, um durch entsprechende Investitionen und Qualifizierungsmaßnahmen für Mitarbeiter ein möglichst hohes Qualitätsniveau zu erreichen.“ Dies sichere Gäste und eine gute wirtschaftliche Zukunft.
Auch das Thema „Tourismus für ALLE“ müsse wieder mehr Beachtung erfahren. „Dieses Schlagwort muss mit Leben gefüllt werden“, forderte Muthmann. „Gerade im Bereich des touristischen Angebotes muss vermehrt auch durch die öffentliche Infrastruktur darauf geachtet werden, dass auch Menschen mit Mobilitätseinschränkungen Urlaubsangebote in Bayern genießen können.“ Bei der Weiterentwicklung des touristischen Angebotes müsse man außerdem auf Nachhaltigkeit und die Umwelt in besonderer Weise achten und im Landesentwicklungsprogramm müsse der Tourismus als eigenständiger Wirtschaftszweig behandelt werden. Muthmann lobte in diesem Zusammenhang das Engagement vieler Gemeinden. „Sie arbeiten zusammen um die touristische Destination attraktiv darzustellen, nicht nur die einzelne Kommune.“ Muthmann hält diesen eingeschlagenen Weg der Zusammenarbeit für richtig und fordert verstärkte Anreize für den Ausbau solcher Zusammenschlüsse zwischen Gemeinden, Hoteliers, Gastronomen und regionalen Erzeugern.