Verkehrsknoten Waldkirchen: Muthmann kritisiert Pläne der CSU


MdL Alexander Muthmann (l.) und Bürgermeister Heinz Pollak im Gespräch.

Die Lösung des Verkehrsknotens in Waldkirchen war noch einmal Thema bei einem Gespräch zwischen FREIE WÄHLER MdL Alexander Muthmann und Bürgermeister Heinz Pollak. Ende Februar hatte Robert Wufka, Leiter des Staatlichen Bauamts Passau, bei einem Treffen mit Innenstaatssekretär Gerhard Eck und CSU-Abgeordneten derzeit angedachte Pläne für einen Umbau vorgestellt. Bei Muthmann und Pollak stoßen diese auf Unverständnis: „Statt einem großen Kreisverkehr sollen drei kleine gebaut sowie eine Ampel installiert werden“, erläutert Muthmann die Lösung des Bauamtes. Dabei seien zwei der drei Kreisel wohl nur schwer realisierbar: „Einer gerät zu nahe an ein Haus, beim anderen ist ein zu großes Gefälle vorhanden. Was hier vorgestellt wurde, ist eine reine Flickschusterei mit Nachbesserungen, die viel Geld kosten und keine Wirkung haben.“ Muthmann kann nicht verstehen, warum von Seiten der CSU die Bereitschaft fehlt, die bisherige Konstruktion in Frage zu stellen und einen großen Kreisverkehr zu bauen. Das Argument, dass ein großer Kreisel den Verkehrsfluss auf der überörtlichen Verbindung nach Jandelsbrunn hemmt, spiele laut dem Abgeordneten keine Rolle. „Die Geschwindigkeit ist hier beidseits sowieso auf 80 Stundenkilometer gedrosselt um Unfälle zu vermeiden.“ Auch Bürgermeister Pollak sieht dies ähnlich und stellt klar: „Aus Sicht der Stadt Waldkirchen ist ein großer Kreisverkehr nach wie vor wünschenswert.“
Wie unsicher und gefährlich die derzeitige Situation ist, belegen auch die Unfallzahlen: Seit dem Jahr 2010 haben sich laut Polizeistation Waldkirchen im „Gesamtkomplex“ 55 Verkehrsunfälle ereignet, davon elf mit Personenschaden.