Zwiesel Kristallglas: „Hohe Energiekosten bereiten uns Sorge“


Interessante Informationen über „Zwiesel Kristallglas“ gab Firmenchef Dr. Robert Hartel (l.) an MdL Alexander Muthmann. - Foto: Arweck

"Unser Unternehmen steht für Kompetenz in Glas. Wir verbinden Glasmacherkunst mit modernster Technologie- und Vertriebskompetenz.“ Mit diesem knappen Worten umriss Dr. Robert Hartel das Bild der Firma „Zwiesel Kristallglas“, die er zusammen mit Dr. Andreas Buske leitet.
Bei einem Gespräch mit MdL Alexander Muthmann, an dem auch Zwiesels 2. Bürgermeister Eberhard Kreuzer und Stadtrat Hans-Peter Marx teilnahmen, verwies Dr. Hartel auf die positive wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens. Über 800 Mitarbeiter seien derzeit beschäftigt, 90 Prozent der Lohnsumme gingen in die Region, so Dr. Hartel. Großes Lob zollte der Firmenchef den Mitarbeitern. „Die Menschen sind mit der Region und mit dem Glas tief verwurzelt, was sich letztlich auch für das Unternehmen positiv auswirkt.“ Die Zwiesel Kristall AG hatte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 83 Millionen Euro. Der Exportanteil liegt bei 60 Prozent. Geliefert wird in 120 Länder. Dr. Hartel erwähnte auch, dass man mit der Übernahme der Firma Dietz (Maschinen- und Werkzeugbau) in Linden, Gemeinde Geiersthal, einen weiteren Bereich in die Unternehmensgruppe angegliedert habe. Damit seien dort 120 Arbeitsplätze erhalten geblieben.
Auf die Frage von MdL Alexander Muthmann, der auch stellvertretender Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Bayerischen Landtag ist, nach dem Einsatz von staatlichen Fördermitteln äußerte sich Dr. Hartel sehr positiv zur Wirtschaftsförderung des Freistaates Bayern. „Staatliche Förderung ja, aber darauf allein könnte man nicht aufbauen. Der Markt muss es bringen.“ Was ihm und dem Unternehmen Sorge bereite, seien die hohen Energiekosten, so Dr. Hartel, daneben auch die Tariferhöhungen und - mit Blick auf die anwesenden Stadträte - auch die Hebesätze der Stadt Zwiesel. Als Erwartungen an die Politik nannte Dr. Hartel die Energiesicherheit, die Aufrechterhaltung der Wirtschaftsförderung, regionale Verkehrsverbesserungen und die Bemühungen, junge Leute in der Region langfristig zu halten.