Junior Ranger beeindrucken den Umweltminister - MdL Muthmann organisiert Gespräch mit Jugendlichen

Alexander Muthmann, Vorsitzender des Vereins Junior Ranger im Nationalpark Bayerischer Wald (rechts), hatte das Gespräch zwischen Umweltminister Thorsten Glauber (3.v.l.) und den Junior Rangern organisiert. Die Jugendorganisation vertraten (von links) Antonia Neuberger, Lea Krieger, Fabian Wagner, Samantha Biebl und Geschäftsführer Marco Schmid.

Alexander Muthmann, Vorsitzender des Vereins Junior Ranger im Nationalpark Bayerischer Wald (rechts), hatte das Gespräch zwischen Umweltminister Thorsten Glauber (3.v.l.) und den Junior Rangern organisiert. Die Jugendorganisation vertraten (von links) Antonia Neuberger, Lea Krieger, Fabian Wagner, Samantha Biebl und Geschäftsführer Marco Schmid.

Wildniscamp am Falkenstein im Landkreis Regen. Die Junior Ranger sind ein unverzichtbarer Aktivposten im Nationalpark Bayerischer Wald. Sie erfüllen die Nationalparkidee „Natur Natur sein lassen“ mit Leben, werben mit ihrer erfolgreichen Bildungsarbeit für Akzeptanz in der Bevölkerung, treten inzwischen europaweit als Botschafter auf und sind auf dem besten Weg zum Exportschlager. Davon konnte sich der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber in der vergangenen Woche bei seinem Besuch im Wildniscamp am Falkenstein überzeugen. Der Landtagsabgeordnete Alexander Muthmann, seit 2004 Vorsitzender des Vereins „Junior Ranger“, hatte Glauber zu einem Gespräch mit vier engagierten jungen Leuten und Geschäftsführer Mario Schmid eingeladen. Der Minister war von den Schilderungen beeindruckt.

Seit 1998 bietet die Nationalparkverwaltung zehn- bis 13-jährigen Buben und Mädchen an, in den Pfingst- oder Sommerferien eine Woche lang einen Ranger zu begleiten, seine Aufgaben kennen zu lernen und Waldwildnis zu erleben. „Abenteuer Nationalpark – Komm auf Entdeckertour“ heißt das Motto, das allerdings während der Pubertät an Faszination verliert. Deshalb wird den Jugendlichen später wieder eine Einstiegsmöglichkeit geboten, berichtete Vereinsvorsitzender Alexander Muthmann. Ab dem 16. Lebensjahr können sich die ausgebildeten Junior Ranger als Volunteer Ranger qualifizieren, helfen vor allem den hauptamtlichen Rangern bei der Ausbildung des Nachwuchses: „Damit bleiben sie dem Nationalpark nach einer möglichen Pause erhalten. Diese Idee ist Gold wert!“, sagte Muthmann und nannte Zahlen: Mehr als 2 500 Junior Ranger wurden seit der Gründung 1998 ausgebildet, 400 sind im Verein organisiert.

Als Gesprächspartner für Umweltminister Thorsten Glauber berichteten vier junge Leute von ihren Erfahrungen und Erlebnissen im Nationalpark Bayerischer Wald. Antonia Neuberger ist Junior Rangerin; Samantha Biebl, Fabian Wagner und Lea Krieger engagieren sich als Volunteer Ranger. „Wir wollten dem Umweltminister die Botschaft mitgeben, dass junge Leute am Erhalt der Biodiversität interessiert sind und dafür viel tun, auch auf internationaler Ebene“, beschrieb Samantha Biebl ihre Erwartung an das Treffen. Sie war zehn Jahre alt, als sie zu den Junior Rangern kam; mit 16 wechselte sie zu den Volunteer Rangern. Inzwischen ist sie 22, studiert am Campus Straubing der Technischen Universität München das Fach „Nachwachsende Rohstoffe.“

Samantha Biebl ist überzeugt, dass der Nationalpark Bayerischer Wald den Tourismus in der Region fördert, „weil die Besucher hier etwas erleben können.“ Sie ist gerne und voller Leidenschaft als Botschafterin unterwegs, zum Beispiel bei der Europarc Konferenz im Herbst 2018 im Cairngorms National Park in Schottland. Bei diesem Treffen wurde das EUROPARC-Jugendmanifest vorgestellt, das eine Gruppe engagierter Umweltschützer zuvor im finnischen Kalajoki erarbeitet hatte. Samantha Biebl war mit dabei, ebenso der 23-jährige Fabian Wagner. Er kam in der 6. Klasse zu den Junior Rangern und später zu den Volunteer Rangern, studiert in Freising-Weihenstephan Forstwissenschaften. „Die Arbeit im Nationalpark hat sicher meine Studien- und Berufswahl beeinflusst“, sagt Wagner. Ihm war es in dem Gespräch wichtig, dass Thorsten Glauber Informationen aus erster Hand bekam. „Er hat gesehen, wie engagiert die Jugend hier ist und er hat auch detailliert nachgefragt“, fasste der junge Mann seine Eindrücke zusammen. Die Volunteer Ranger wollen dem Umweltminister auch das Jugendmanifest schicken, an dem dieser besonders interessiert war.

Mario Schmid, Geschäftsführer des Vereins Junior Ranger, zog ebenfalls eine positive Bilanz: „Der Umweltminister hat gesehen, welche Bewegungen es um den Nationalpark gibt und wie sehr sich junge Leute einbringen!“ Die Junior Ranger und die Volunteer Ranger werden auch das Jubiläum zum 50-jährigen Bestehen des Nationalparks Bayerischer Wald 2020 aktiv mitgestalten“, kündigte Vereinsvorsitzender und Landtagsabgeordneter Alexander Muthmann an.