Rettungskräfte üben Extremsituationen - MdL Muthmann im neuen Zentrum für besondere Einsatzlagen

Daniel Pröbstl, Projektleiter beim Bayerischen Zentrum für besondere Einsatzlagen, zeigt MdL Muthmann am Leitstand, wie Videokameras und Mikrofone alle Bewegungen aufzeichnen.

Windischeschenbach im Landkreis Neustadt an der Waldnaab. In der nördlichen Oberpfalz ist das neue Bayerische Zentrum für besondere Einsatzlagen entstanden, das am 13. Dezember 2019 offiziell eröffnet wird. Rettungskräfte aus den verschiedenen Organisationen sollen sich hier gemeinsam auf extreme Situationen wie Terroranschläge, Amokläufe, Geiselnahmen oder Explosionen vorbereiten können. Das Bayerische Rote Kreuz hat dieses BayZBE im Gewerbepark mit großer Unterstützung des Staates auf den Weg gebracht. Dieser übernimmt 90 Prozent der Investitions- und Betriebskosten, berichtete Daniel Pröbstl, der Geschäftsführer der Betreibergesellschaft BayZBE-gGmbH. Zu ihr haben sich das Rote Kreuz, der Arbeiter-Samariter-Bund Bayern, die Johanniter-Unfall-Hilfe und der Malteser Hilfsdienst zusammengeschlossen.
Daniel Pröbstl hat das Projekt von Anfang an mitgeplant und betreut. Von der Grundsatzentscheidung des Ministerrats bis zur Fertigstellung dauerte es drei Jahre, von 2016 bis 2019. Eine leerstehende Halle wurde mit neuester Technik so ausgebaut, dass verschiedene Szenarien realitätsnah nachgestellt werden können, ein Attentat auf ein Café oder ein Klassenzimmer zum Beispiel. Die Übungsteilnehmer tragen Sensoren; Videokameras und Mikrofone zeichnen alle Bewegungen in Bild und Ton auf, geben sie an Monitore auf dem Leitstand weiter, wo sie auf Computern gespeichert und für Nachbesprechungen abgerufen werden. „Ich erwarte mir für das BayZBE einen ähnlichen Drive wie ihn das Bergwachttrainingszentrum in Bad Tölz von Anfang an erlebt“, sagte Daniel Pröbstl.